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Kompost Ost (Parkplatz) & West

Kompost - das „schwarze Gold“ des Gartens

Was macht Kompost so wertvoll – warum produzieren wir ihn selbst?

Kompost ist ein wunderbarer biologischer Langzeitdünger!

Kompost enthält viele Nährstoffe, die nach und nach an den Boden und die Pflanzen abgegeben werden. Dabei ernährt er viele wichtige Bodentiere die unseren Boden gesund und lebendig halten. Kompost verbessert die Bodenstruktur („Krümeligkeit“) und macht den Boden locker und gut bearbeitbar. Durch das Einbringen von Kompost wird der Boden humusreicher und dunkler und erwärmt sich nach dem Winter rascher.

Aus rund 1.700 m2 Beetfläche sowie rund 50 Bäumen in unserem Garten haben wir reichlich biologische Gartenabfälle. Gärtnerinnen und Gärtner sammeln diese fleißig! Aus diesen biologischen Material haben wir schon viel guten Kompost produziert und das geht so:

Unsere Kompostanlagen:

In unserem Garten gibt es 2 Kompostanlagen (jeweils an den Enden des Gartens), die von 2 Mitgliedergruppen betreut werden, und etwas unterschiedlich angelegt sind:

  • Kompost West: Diese Anlage besteht aus vier fix montierten 1,5 m3 großen Kammern. Ganz links wird das frische Material gesammelt und wenn die Kammer richtig voll ist, wird der Kompost umgesetzt in die nächste Kammer. Nach mehreren Monaten wiederum in die nächste (3.) Kammer, wo das mittlerweile schon recht gut verrottete Material verbleibt, bis der Kompost reif genug ist. Dann wird das Material in die 4. Kammer gesiebt und kann dort von den GärtnerInnen entnommen werden.
  • Kompost Ost (Parkplatz): Diese Anlage ist ganz ähnlich angelegt, allerdings sind die Kammern kleiner, und das Material kann nicht bis zur Reife in der letzten Kammer verbleiben. Der halbreife Kompost wird in einem langen Haufen („Kompostmiete“) ausgebracht und nach dem Reife auf einen weiteren Haufen gesiebt, wo er entnommen werden kann.

Unsere Kompostgruppen:

Jede Kompostanlage wird von einer eigenen Mitgliedergruppe betreut: Kompostgruppe West besteht aus acht, die Kompostgruppe Ost aus neun Mitgliedern.

Welche Aufgaben erledigen die Kompostgruppen?

  • Erzeugung von Kompost aus den gesammelten biologischen Abfällen.
  • Sauber halten der Umgebung um die Kompostanlage.

Jeweils rund 3 Kompostgruppenmitglieder treffen sich im Abstand von einigen Wochen um den Kompost umzusetzen oder zu sieben.

Dazwischen achten sie darauf dass der Kompost nicht zu trocken ist und gießen diesen bei Bedarf. Weiters haben alle ein Auge darauf, dass keine ungeeigneten Abfälle mitkompostiert werden, denn nicht alles darf in den Kompost! (s.u.)

Und die Kompostgruppe kontrolliert, dass die GärtnerInnen keine großen, unzerkleinerten Pflanzenteile in den Kompost werfen (Alle GärtnerInnen müssen ihre Abfälle selbst zerkleinern!).

Richtig kompostieren:

Woher kommt das Kompostmaterial?

Die organischen Abfälle aus dem Garten werden von den GärtnerInnen gesammelt, zerkleinert und in die Kompostanlage gebracht. Manche bringen auch pflanzliche Küchenabfälle. Wir sammeln nur schadstofffreie biologische Abfälle!

Neben den Kompostanlagen werden auch Laub und von den Bäumen gefallene Äste aus dem Garten gesammelt. Diese Äste werden von den Kompostgruppen zerkleinert und Äste und Blätter werden mitkompostiert.

Was darf nicht in den Kompost?

  • Abfälle, die nicht verrotten: Plastik, Metall, Steine.
  • Erde vom Gartenboden aus den Beeten: Alle Wurzeln, die auf den Kompost sollen, müssen auf den Beeten gut ausgeklopft und von Erde befreit werden! Unsere Gartenerde besteht v.a. aus Lehm. Lehm verrottet nicht und macht den Kompost schwer, schmierig und faulig. Erde aus den Beeten ist nährstoffreich und die wertvollste Grundlage zum Gärtnern. Sie soll in den Beeten bleiben!
  • Keinerlei Teile von folgenden Pflanzen: Tomate, Kartoffel, Kohl (d. h. Weiß-, Rot- Grünkohl, Kohlrabi, Kohlsprossen, Brokkoli, Karfiol). Diese Pflanzen können Krankheiten haben, die im Kompost verbleiben. Wir wollen keine Pflanzenkrankheiten mit dem Kompost im Garten verteilen!
    Alle im Gartenkompost nicht erlaubten Pflanzenabfälle sollen in die Biotonne der MA48 gebracht werden. In den riesigen, sehr heißen Kompostmieten der Kompostanlagen der Stadt Wien gehen selbst die hartnäckigen Krankheitserreger zugrunde.
  • Mit Pestiziden belastete Abfälle (z.B. Bananen- und Orangenschalen aus konventionellem Anbau)
  • Fleisch und Fleischprodukte: Diese Abfälle locken Ratten an. Wir wollen keine Ratten füttern!
  • Zubereitete (gesalzene) Speisen: Wegen des Salzgehalts dürfen diese nicht in den Kompost.

Wer sich nicht sicher ist, was in den Kompost darf, fragt die Kompostgruppenleiter!

Was ist besonders wichtig für die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens?

Nicht zerkleinerte Stengel und Erde aus den Beeten machen den Kompostgruppen die größten Probleme, deshalb:

  1. Alle GärtnerInnen müssen ihre Abfälle selbst zerkleinern bevor sie sie in den Kompost werfen!
  2. Erde aus den Beeten soll im Beet bleiben: Wurzeln im Beet gut ausklopfen und von Erde befreien bevor sie in den Kompost kommen!